Berliner

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Mal wieder hat es etwas länger gedauert, bis ich dazu komme, euch ein neues Rezept vorzustellen… 😦
Bevor das Jahr zu Ende geht, möchte ich aber die Gelegenheit noch einmal nutzen, um mich bei allen Lesern für die Likes, Kommentare und Fragen dieses Jahr zu bedanken. Es ist schön zu wissen, dass auf der anderen Seite des Computerbildschirms jemand sitzt, der sich für meine Rezepte interessiert und gerne in meinem Blog stöbert. Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass ich wieder etwas mehr Zeit finde, um neue Rezepte auszuprobieren und darüber zu schreiben. Versprochen!

Aber jetzt zum heutigen Rezept. Passend zu Sylvester gibt es bei mir heute glutenfreie Berliner. Während Bäckereien und Konditoreien in der Zeit vor Sylvester mit den unterschiedlichsten Füllungen und Geschmacksrichtungen werben, habe ich mich auf eine Füllung beschränkt, aber das ist natürlich Geschmackssache. Vielfalt hin oder her – das wichtigste für mich ist, dass ich, wenn alle anderen ihre Berliner vom Bäcker essen, überhaupt einen Berliner habe, der glutunfrei ist und den ich mit den anderen zusammen vernaschen kann!

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Ich hatte mich vor ein paar Jahren schon einmal an das Experiment „Berliner“ herangewagt, was gänzlich schiefging.  Aber so schnell gebe ich nicht auf und so entschied ich, es dieses Jahr noch einmal zu versuchen. Während ich beim letzten Versuch als Frittier-Neuling noch Rapsöl nahm, das beim Frittieren einen fischigen Geruch entwickelte, informierte ich mich dieses Mal ein bisschen besser und suchte nach einem Fett, das etwas besser zum Frittieren geeignet ist (wie beispielsweise Kokosfett). Auch achtete ich dieses Mal etwas besser auf die richtige Temperatur des Fettes und schon überraschte mich das Ergebnis sehr positiv.

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Die einzige Schwierigkeit hatte ich dann beim Befüllen der Berliner. Vielleicht weil ich nicht so richtig daran glaubte, dass es dieses Mal klappen würde, oder vielleicht auch einfach, weil ich es vergessen hatte, hatte ich mir keine passende Spritztülle für meinen Spritzbeutel gekauft. Mit Strohhalm und Tesafilm habe ich es dann doch irgendwie geschafft, meine Konfitüre in die Berliner zu spritzen, allerdings waren die Einspritzlöcher hinterlassenen so groß, dass auch gleich wieder ein Teil der Füllung hinausquoll. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, entschied ich mich daher, die Berliner von oben zu füllen, um das Herausquillen des Gelees weitestgehend zu verhindern. Vorsatz für das Neue Jahr ist somit, eine passende Berliner-Spritztülle zu kaufen, um nächstes Jahr nicht vor der gleichen Schwierigkeit zu stehen. berliner-6

Wo ich schon bei den Vorsätzen angekommen bin, möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, um euch einen guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2017 zu wünschen!

Hier kommt das Rezept für alle, die noch auf die letzte Minute für heute Abend oder morgen Berliner machen wollen oder sich das Rezept für das nächste Jahr aufheben…

Zutaten (für ca. 9 Berliner)

125 ml Milch
40g Butter oder Margarine
20g frische Hefe
1 Tl gemahlene Flohsamenschalen
30g Zucker
2 Tl Vanillezucker
1 Prise Salz
ca. 250g glutenfreies Mehl (Menge variiert je nach Mehlmischung)
1 Ei und 1 Eigelb (idealerweise Zimmertemperatur)

Mehl zum Verarbeiten
Frittierfett (ich habe ca. 300-400g Fett verwendet und in einem kleinen Topf jeweils 2 Berliner zur gleichen Zeit frittiert)
Füllung nach Geschmack (z.B. Konfitüre, Vanillecreme, Eierlikörcreme…)
ggf. Puderzucker oder Puderzucker und Zitronensaft für das Topping

 

Zubereitung:

Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Die Milch hinzugeben und leicht erwärmen (maximal 37°C). Die Hefe in eine Schüssel krümeln und das temperierte Butter-Milch-Gemisch hinzugeben. Gut verrühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Die Flohsamenschalen sowie die Hälfte des Zuckers ebenfalls hinzugeben und unterrühren. Die Schüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort für 10 Minuten ruhen lassen.

Nun die Hälfte des Mehls sowie die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts gut vermengen. Das restliche Mehl nach und nach hinzugeben und unterkneten. Der Teig sollte am Ende fester als ein Rührteig sein, kann aber ruhig noch etwas klebrig sein – eventuell daher etwas weniger oder etwas mehr Mehl verwenden. Den gekneteten Teig mit etwas Mehl bestäuben, wieder mit einem Küchenhandtuch abdecken und für 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

Den aufgegangenen Teig nun in 9 gleich große Portionen teilen. Aus jeder Portion mit bemehlten Händen eine Kugel formen und auf die bemehlte Arbeitsfläche legen. Dabei darauf achten, dass die Teigoberfläche ganz glatt ist und möglichst keine Risse hat. Den Teig nochmals mit einem Küchenhandtuch abgedeckt für 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

Das Frittierfett in einem Topf erhitzen. Um zu testen, wann das Fett die richtige Temperatur erreicht hat, kann man einen Holzlöffel hineinhalten: bilden sich an dem Löffel kleine Bläschen, ist die Temperatur genau richtig. Das Fett sollte auf keinen Fall überhitzen.

Die Berliner portionsweise mit der Oberseite nach unten in das heiße Fett geben und von beiden Seiten goldbraun backen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen.

Die ausgekühlten Berliner mit einer Lochtülle (Durchmesser: 5mm) füllen. Nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben oder aus Puderzucker und Zitronensaft (alternativ geht auch Wasser) einen Zuckerguss rühren und die Berliner damit einpinseln.

Frohes Neues Jahr!

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2 Gedanken zu „Berliner

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